Phase 3: Integrationsbarometer

Phase 3 ist beendet

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Ergebnisse des Integrationsbarometers

Den Abschluss des umfangreichen Beteiligungsverfahrens im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzepts des Rhein-Neckar-Kreises markierte das sogenannte Integrationsbarometer. Mit dieser Umfrage wurde ein Stimmungsbild in der Bevölkerung zum Stand der Integration im Kreis eingeholt. Im Zeitraum von vier Wochen konnten Kreiseinwohnerinnen und Kreiseinwohner ihre Meinung zu verschiedenen Aspekten der Integration abgeben. Um eine möglichst breite Beteiligung zu erreichen, standen die Fragen in mehreren Sprachen zur Verfügung. Insgesamt beantworteten über 500 Personen die Fragen des Integrationsbarometers. Dabei gaben 23 % der Teilnehmenden an, eine eigene Zuwanderungsgeschichte zu haben.

Sprachbarrieren 

Obwohl deutlich über die Hälfte der Befragten der Auffassung ist, dass die Integration im Kreis auf einem guten Weg ist, zeigen die Ergebnisse Handlungsbedarfe auf. Besonders deutlich kristallisiert sich dies beispielsweise in Bezug auf die Sprache heraus: Fast 90 % der Befragten sind der Auffassung, dass Sprachbarrieren für viele Menschen im Rhein-Neckar-Kreis eine Herausforderung darstellen. Zwar ist das Thema Deutschsprachförderung bereits stark im Fokus der Integrationsarbeit, jedoch gibt es immer wieder Personen, bei denen die vorhandenen Förderprogramme und Sprachförderformate nicht greifen.

Diskriminierungen aufgrund der Herkunft, Religion oder Sprache

Darüber hinaus wird ein Handlungsbedarf im Bereich Antidiskriminierungsarbeit deutlich. Über die Hälfte der Teilnehmenden (54 %) erachten Diskriminierungen aufgrund der Herkunft, der Religion oder der Sprache als ein Problem im Rhein-Neckar-Kreis. Auffällig ist, dass die Zustimmungsquote der Befragten mit eigener Zuwanderungsgeschichte diesbezüglich höher ausfällt: Über 63 % geben an, dass Diskriminierungen ein Problem im Rhein-Neckar-Kreis darstellen. Diese Divergenz könnte u. a. darauf zurückzuführen sein, dass nicht selbst von Diskriminierung betroffene Personen Alltagsrassismus nicht erkennen und dadurch vorhandene Diskriminierungen in ihrem Umfeld gar nicht erst wahrnehmen.

Der Handlungsbedarf im Bereich Antidiskriminierungsarbeit spiegelt sich auch in Bezug auf die Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt wider. So sind über 4/5 der Befragten der Auffassung, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nicht dieselben Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben wie Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte.

Zugang zu Behörden im Rhein-Neckar-Kreis

Positiv wurde wiederum der Zugang zu Behörden im Rhein-Neckar-Kreis bewertet. Demnach sind 2/3 der Befragten der Ansicht, dass der Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen der Behörden für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte genauso möglich ist wie für Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte. Auch an dieser Stelle zeichnet sich eine Abweichung in den Antworten zwischen Menschen mit und ohne eigener Zuwanderungsgeschichte ab. Personen mit Zuwanderungsgeschichte bewerten den Zugang zu Behörden im Rhein-Neckar-Kreis um knapp 8 Prozentpunkte besser als die Befragten ohne eigene Zuwanderungsgeschichte. Diese Abweichung könnte in der individuellen Perspektive begründet sein. Je nachdem welche Vergleichsgrundlage herangezogen wird, wird der Zugang zu Behörden unterschiedlich bewertet. Menschen, die in ihrem Heimatland beispielsweise Erfahrungen mit Korruption gemacht haben, bewerten den Zugang zu Behörden in Deutschland gegebenenfalls besser.

Teilhabechancen am Bildungssystem

Eine Divergenz in den Antworten der Befragten mit und ohne eigener Zuwanderungsgeschichte wird darüber hinaus in Bezug auf das Bildungssystem deutlich. Über 71 % der Befragten mit Zuwanderungsgeschichte sind der Auffassung, dass Kinder und Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte dieselben Teilhabechancen am Bildungssystem im Rhein-Neckar-Kreis haben. Dem stimmen unter den Personen ohne eigene Zuwanderungsgeschichte wiederum nur 52 % zu. Es stellt sich die Frage, warum es zu dieser Abweichung kommt. Gegebenenfalls wird vor allem von Zugewanderten eher die soziale Herkunft anstelle der Zuwanderungsgeschichte als ausschlaggebender Faktor betrachtet.Nichtsdestotrotz sind über 40 % der Befragten der Ansicht, dass (eher) nicht dieselben Teilhabechancen im Bildungssystem im Rhein-Neckar-Kreis bestehen. Hieraus ergibt sich ein Handlungsbedarf. 

Fortschreibung der Integrationsstrategie

Die einzelnen Ergebnisse des Integrationsbarometers bzw. des gesamten Beteiligungsverfahrens werden in den folgenden Monaten vom Team der Stabsstelle Integration in die Fortschreibung der Integrationsstrategie des Rhein-Neckar-Kreises eingearbeitet.

 

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